Ioran Armunâth

Biographie:
Die Familie Armunâth ist nicht unbekannt in den Landen der Tieflinge. Als reiche Händler-Familie übt sie Einfluss auf so manche Bereiche in Politik und Gesellschaft. Doch einflussreiche Kaufmanns-Familien sind keine Seltenheit unter Tieflingen und es hilft, wenn man eine Nische gefunden hat, in der man einzigartig ist. Die Armunâths haben eine solche Nische in Niored gefunden, der Elfenkolonie auf der nördlichen Halbinsel der Tieflinglande. Als erste Adresse, wenn es um Geschäfte mit den seefahrenden Elfen geht, konnten die Armunâths schon bald kräftige Gewinne einfahren und erarbeiteten sich sowohl bei ihren Brüdern im Kernland als auch bei den Elfen einen Ruf als verlässliche (aber auch flexible und verschwiegene…) Geschäftspartner in allen Belangen. Die geschäftlichen Verquickungen führten über kurz oder lang auch dazu, dass sich so mancher Elf in den Stammbaum schlich, sei es eine wilde Schönheit aus den fernen Elfenreichen oder eine Tochter der Familie, die einem Kapitän versprochen wurde. So wird heute auch hinter vorgehaltener Hand von den Armunâths behauptet, sie seien mehr Halb-Tieflinge mit Elfenohren als wirkliche Tieflinge. Den Geschäften schadete die Verwässerung des Blutes aber offensichtlich nicht.

Ioran ist das vierte Kind des Familien-Patriachen Tordran und seiner zweiten Frau Damaia. Neben zwei älteren Schwestern, Lerissa und Dia, und seinem ältesten Bruder Therai, hat Ioran noch 3 jüngere Geschwister: Vaius (m), Amera (w) und Lorien (w). Wie alle Kinder genoss Ioran eine außerordentlich gute Ausbildung in Sprachen, Mathematik, Geschichte und Handelslehre. Zwar war er nicht der Haupterbe, aber selbstverständlich war ein wichtiger Posten im Handelshaus für ihn vorgesehen. Ioran war nicht nur wissbegierig und intelligent, er vermochte auch schon in frühen Jahren, seinen natürlichen Charme in geschäftlichen Gesprächen zu nutzen. Doch nicht nur Tordran, der aus seinem Sohn einen erfolgreichen Kaufmann machen wollte, erkannte Iorans Potential. Auch Amnon, Iorans Onkel und jüngerer Bruder Tordrans, versuchte früh entscheidenden Einfluss zu nehmen. Und tatsächlich hat Ioran es seinem Onkel zu verdanken, dass auch seine arkane Begabung nicht zu kurz kam. Es war nicht leicht, als junger Erwachsener seine Kräfte auf all diese Interessensfelder zu verteilen, ohne den Überblick zu verlieren. So ließ sich Ioran von Amnon in eine arkane Richtung drängen, die er von allein sicher nie freiwillig eingeschlagen hätte. Zu anfangs noch vorsichtig, doch im Laufe der Zeit immer häufiger führte Amnon Ioran in Lehren ein, die anscheinend weder den falschen Reden Tikoors nochs den aufdeckenden Wahrheiten Jartans zuzuordnen waren. Und ganz nebenbei sickerten immer mehr Gedanken in Iorans Kopf, die sich mit Rassenlehre beschäftigten:
"Warum leben auf Hel eigentlich nur Menschen? Es kolportieren Geschichten, diese Menschen hätten neben sich keine anderen Wesen toleriert und so einen Vernichtungskrieg gegen alle anderen Rassen geführt. Warum sollten wir also Menschen in unserer Heimat tolerieren? Warum sollten wir überhaupt irgendwen außer anderen Tieflingen tolerieren? Es wäre doch einmal an der Zeit, die Strukturen der Welt zu hinterfragen und selbst tätig zu werden!"
Und zu diesem Zwecke lud Amnon Ioran schon bald zu Treffen eines Zirkels ein, der seine Ziele streng geheim hielt. Ioran, nicht auf den Kopf gefallen, konnte aus diversen Gesprächen mit verschleierten Mitgliedern der Gruppe herausdestillieren, dass es wohl um eine Revolution magischer Art gehen solle. Erster Schritt: Eine Kraftquelle finden.
Dies alles klang sehr vernünftig und unterstützenswert. Und für eine ordentliche Revolution müssen auch Opfer gebracht und Informationen gesammelt werden. Ioran nahm an mehreren Sitzungen teil, bei denen die Anatomie des Menschen am lebenden Exemplar studiert wurde. Besonders das offene, schlagende Herz schien für die Zirkel-Meister von besonderem Interesse zu sein. Auch Iorans Wissensdurst war größer als seine moralischen Skrupel (und hatten nicht Vater und Onkel übereinstimmend festgestellt, dass Moral zumeist nur ein Hindernis für ein gutes Geschäft ist?).
Doch die geheimen Treffen währten nicht lange. Zirkel-Meister Kairon trat während einer Ritual-Stunde an Ioran heran und übergab ihm einen Brief und ein Büchlein mit verschlungenen arkanen Runen auf dem schwarzledernen Einband.
"Wir haben einen Auftrag für dich, der dich ins Land der Menschen führen wird. In diesem Brief stehen alle Einzelheiten. Das Buch wird dir Helfer und Ratgeber in schwierigen Zeiten sein. Doch wirst du die Schriftzeichen erst entschlüsseln müssen. Komme morgen zum Sonnenaufgang wieder hier her, wir werden ein Pferd und Reiseausrüstung für dich bereit halten."
Ioran machte sich auf nach Hause und packte seine Sachen, bereit für den Zirkel jede Gefahr auf sich zu nehmen. Handeln und Gold zählen waren längst uninteressant geworden. Die Magie war seine neue Leidenschaft geworden. Der Auftragsbrief erklärte ihm in knappen Worten, was er zu tun hätte:
Mehr herausfinden über die Magie der Menschen, über ihre Vorherrschaft auf Hel und wie es dazu kommen konnte, dass alle anderen Rassen verdrängt wurden.
Am nächsten Morgen suchte Ioran die Kammern des Zirkels auf und fand ein mysteriöses Bild vor: Keine Tieflingsseele war im normalerweise immer besetzen Haus zu finden. Totenstille umfing Ioran, als er langsam die einzelnen Räume abklapperte, nur um mehr Leere und Verlassenheit vorzufinden. Hier ein Teller mit einem halben, abgebissenen Brot und daneben ein Krug mit Wein. Dort ein Pergament, beschriftet, mitten im Satz abgebrochen, die Feder mit eingetrockneter Spitze daneben liegend. Jedenfalls kein Pferd und erst recht kein Reisegepäck.. Nur im Ritualraum, ein aufgedunserer, zerfetzter Leib eines Menschen, jener des letzten Abends, wie Ioran erkannte. Es war nicht wirklich zu erkennen, was hier geschehen sein mag, aber ein dunkles, bedrückendes Gefühl befiel Ioran, während er seinen Blick durch die Kammer schweifen ließ. Schnell verließ er diese verfluchte Stätte, um dann für einige Zeit durch Niored zu laufen. Wohin nun? Die ganze Geschichte vergessen? Niemals! Die Magie war seine Leidenschaft geworden, ein langweiliges Leben als Kaufmann unvorstellbar. Aber mit wem konnte er darüber reden? Amnon war ebenfalls wie alle anderen Zirkel-Mitglieder verschwunden und Außenstehenden konnte und wollte er sich nicht anvertrauen. Eine unruhige Nacht später hatte Ioran seinen Entschluss gefasst: Den Auftrag ausführen, das Büchlein lesen lernen und wenn er etwas in der Hand hätte, werden sich schon Mittel und Wege ergeben, mit Kairon Kontakt aufzunehmen…


Charakterbeschreibung:

Ioran ist von durchschnittlicher Größe, etwa 6 Fuß, und hat einen schlanken, muskulösen Körperbau. Seine Reise- und Kampfkleidung besteht zuvorderst aus einem mattierten Kettenhemd, dass sich bis über die Hüften eng an seinen Körper legt. Unter dem Kettenhemd bevorzugt Ioran dunkle (schwarz, grau, obsidian) oder manchmal auch blütenweiße Gewänder aus Seide, Leinen oder fein gegerbtem Leder. Auch seine bequemen Reisestiefel, unverstärkt und flexibel, sind aus schwarzem Leder gefertigt. Über seiner Rüstung trägt er einen oder mehrere Umhänge, ebenfalls aus feinen Stoffen gewebt, die seine gepflegte Erscheinung weiter verstärken. Da Ioran Rottöne bevorzugt, sind diese Überwürfe meist in Bordeaux, Purpur oder hin und wieder auch in Blutrot gehalten, gestickte Borten und Musterungen verstehen sich von selbst, am besten mit silbernem Faden gewebt. Am Gürtel, der sich, meist nicht ganz gerade, um seine Hüfte legt, befindet sich neben einer dunklen, schmucklosen Schwertscheide für sein Langschwert (seine bevorzugte Waffe) auch eine kleine Scheide mit einem Dolch und einige Beutelchen, in denen er Proviant und private Gegenstände aufbewahrt. Außerdem baumeln seine Tikras (Tikra: das Tiefling-Instrument, siehe unten) an der Seite herunter und können mit einem Handgriff zum Gesicht geführt werden.
Auf dem Rücken trägt er ein leichtes Holzschild, dass noch nicht so aussieht, als hätte es viele harte Hiebe pariert.
Iorans Hände sind im Kampf meist von Lederhandschuhen geschützt, zu allen anderen Gelegenheiten sind seine wohl gepflegten Hände mit Armbändern und Ringen geschmückt. Auch um den Hals trägt Ioran ein Amulett, dass an einer silbernen Kette hängt.
Sein Gesicht ist gefällig geformt und trägt leicht elfisch-eladrinische Züge. Seine Hörner, die aus der Stirnpartie erwachsen und sich vom Schädel geschwungen nach hinten biegen, sind im Vergleich zu Vollblut-Tieflingen recht filigran gehalten, aber dennoch prominent. An den Spitzen hat sich Ioran einige "Horn-Ringe" anbringen lassen.
Die Haut neigt zur Blässe, kann aber nicht als ungesund bleich bezeichnet werden. Iorans Augen glitzern rötlich-orange unter seinen dunklen Augenbrauen. Das dunkelbraune Haupthaar entspringt hinter dem Hornansatz und wallt leicht gelockt bis auf die Schultern herunter. Auch seine Ohren sind mit Ringen bestückt und leichte Spitzen-Ansätze zeugen vom elfischen Blut, dass in seiner Familie wallt.

Tikra: Das Tikra sieht aus wie eine Gesichtsmaske und kann daher in vielerlei Gestalt auftauchen. Instrumentales Kernstück ist dabei ein Mundharmonika-ähnliches Blas-Instrument, dass am Mund angebracht ist. Das Tikra kann allerdings neben normalen harmonischen Tönen auch Rauschen, Klicken und sogar Reintöne erzeugen, die mitunter das Gehör stark beanspruchen. Die Maske, die das eigentliche Instrument verdeckt und als Halterung fungiert, so dass das Tikra freihändig gespielt werden kann, kann je nach Vorliebe des Musikers gestaltet sein. Es gibt Masken, die das gesamte Gedicht verdecken, aber auch solche, die lediglich die Unterkiefer-Region abdecken. Haltemechanismen reichen von einfachen Bändern, die am Hinterkopf verknotet werden, bis zu speziell angebrachten Unterkiefer-Piercings, an denen das Tikra aufgehängt werden kann.

Ioran besitzt 2 Tikras. Eines entspricht einer klassischen Harlekin-Maske, in bleichem Knochenweiß gehalten und das gesamte Gesicht verdeckend. Ein breites Grinsen ziert den Mundraum und die Augenhöhlen sind schwarz umrandet.
Sein zweites Tikra ist eine lederne Maske, die lediglich den Unterkiefer bedeckt und in recht schmucklosem Bordeaux-Rot gehalten ist. Unwissende würden darin auch einfach nur eine Art Mundschutz sehen.
Beide Tikras können mit einem Kettchen am Nacken gesichert werden, damit sie im Eifer des Spiels (oder Gefechts) nicht zu Boden fallen können.

Kurz und knapp für die Miniatur:
bevorzugtes Metall: Silber, kein Gold.
Bevorzugte Farben: Bordeaux, Graphit, Schwarz, Weiß.
Schild: Form nicht rund, eher bisschen ausgefallen geschwungen -> shield.jpg


Gesinnung:
Chaotic Arrogant

Mein Gott:
Tikoor - Wenn ich Jemanden überzeugen muss
Jartan - Wenn ich Jemanden der Lüge überführen will
Ich bin da flexibel… Und da wäre ja noch dieses Büchlein, nicht ganz uninteressant…


Persönlichkeit:
Wie empfinden mich andere als Gesprächspartner?
– Ganz so, wie ich es wünsche. Und meine Bandbreite reicht von überbordender Freundlichkeit (Auch genannt Arschkriecherei) bis zu blanker Ignoranz. Das Spektrum ist breit abgedeckt.

Wie optimistisch bin ich?
– Gibt es denn einen Grund, an meinen Fähigkeiten zu zweifeln?

Wie vertrauensvoll bin ich?
– Ich kann Geheimnisse bewahren. Ich bin aber klug genug, abzuwägen, wann mir ein versehentlich entfleuchtes Geheimnis von Vorteil sein kann.

Wie fälle ich Entscheidungen?
– Stets zu meinen Gunsten. Aber nie unüberlegt. Langfristige Pläne zahlen sich aus, das hat schon Tikoor bewiesen.

Meine Einstellung zu Regeln und Gesetzen:
– Es gibt leider viel zu oft Jemanden, der größere Haufen scheißt. Es ist nur praktisch, sich den Gesetzen unterzuordnen, bis man selbst in der Lage ist, sie zu verändern.

Wie viel Mitgefühl für andere habe ich?
– Mitgefühl ist eine Nuance im sozialen Spiel, die, mit Bedacht eingesetzt, Berge versetzen kann. Bisweilen sehr mächtig!
Ich will auch nicht sagen, dass ich ein berechnendes, gefühlskaltes Etwas bin, aber es Bedarf schon einiges an Einsatz, bis ich mich emotional binde.

Wie mutig bin ich in einer Notlage?
– Ich war noch nicht so oft in Notlagen.. Wir werden sehen. Die eigene Haut retten steht natürlich ganz oben auf dem Wunschzettel

Welche Gefühle lösen bei mir Rückschläge aus?
– Es gibt keine Rückschläge, nur Umwege. Manchmal muss man eben längere Strecken bewältigen, um sein Ziel zu erreichen. Gut Ding will Weile haben. (War nicht irgendwo die Frage, wie optimistisch ich sei? Sehr optimistisch natürlich!)

Wie ist es um mein Nervenkostüm bestellt?
– Durchdrehen ist eine menschliche Eigenschaft, die ich verachte. Sollte ich jemals durchdrehen, werde ich im Affekt hoffentlich eine Klippe hinunterspringen, damit meine Existenz von dieser Welt getilgt wird. Nerven.. Tss.


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